Ein aufblasbares Camping-Kissen kann den Schlafkomfort unterwegs deutlich verbessern – wie gut das im Einzelfall funktioniert, hängt aber von mehreren Eigenschaften ab, die sich zwischen Modellen teils stark unterscheiden.

Höhe

Die passende Kissenhöhe hängt von der eigenen Schlafposition ab: Seitenschläfer benötigen in der Regel eine größere Kissenhöhe als Rücken- oder Bauchschläfer, damit Kopf und Wirbelsäule in einer Linie bleiben. Bei vielen Modellen lässt sich die Höhe über den Luftdruck grob anpassen.

Härte und Luftmenge

Wie fest sich das Kissen anfühlt, lässt sich bei den meisten Modellen über die eingefüllte Luftmenge regulieren. Zu prall aufgeblasen wirkt für viele unbequem hart, zu wenig Luft gibt kaum Stützwirkung – hier lohnt sich Ausprobieren in kleinen Schritten.

Form

Aufblasbare Kissen gibt es in rechteckigen, ergonomisch geformten oder mit Vertiefung für den Kopf gearbeiteten Varianten. Welche Form angenehm ist, ist individuell unterschiedlich und lässt sich kaum pauschal empfehlen.

Oberfläche

Die Materialoberfläche reicht von glattem Kunststoff bis zu textilbeschichteten Varianten. Eine textile Oberfläche fühlt sich für die meisten angenehmer auf der Haut an als reines Kunststoffmaterial, kann aber Packmaß und Gewicht gegenüber einer reinen Kunststoffvariante erhöhen.

Rutschhemmung

Ob und wie gut ein Kissen am Schlafsack oder an der Isomatte hält, unterscheidet sich zwischen den Modellen – manche haben eine rutschhemmende Unterseite oder Beschichtung, andere nicht. Ob ein konkretes Modell eine solche Beschichtung hat, sollte der Produktbeschreibung entnommen werden.

Ventil

Die Art des Ventils bestimmt, wie schnell und wie einfach sich das Kissen aufblasen und wieder entleeren lässt. Manche Ventile ermöglichen ein zügiges Befüllen mit wenigen Atemzügen, andere sind eher auf präzises, langsames Befüllen ausgelegt – ein Blick auf die Ventilart lohnt sich vor dem Kauf.

Packmaß

Im zusammengefalteten Zustand unterscheidet sich das Packmaß je nach Materialstärke und Größe des Kissens teils deutlich. Für den Rucksack zählt, wie klein sich das Kissen tatsächlich verstauen lässt.

Gewicht

Auch wenn ein Luftkissen grundsätzlich leicht ist, machen sich Unterschiede zwischen den Modellen bei mehrtägigen Touren im Rucksackgewicht bemerkbar.

Reinigung

Nach dem Einsatz sollte das Kissen vollständig trocknen, bevor es zusammengerollt verstaut wird, um Feuchtigkeit und Geruchsbildung zu vermeiden. Wie sich ein konkretes Modell reinigen lässt – etwa ob es waschbar ist –, sollte der Pflegeanleitung des Herstellers entnommen werden.

Für wen eignet sich das?

Für alle, die im Zelt oder in der Hängematte auf ein klassisches Reisekissen verzichten und stattdessen Platz im Rucksack sparen wollen. Welches Modell im Detail passt, hängt von der eigenen Schlafposition und den oben genannten Kriterien ab.