Eine Regentonne sammelt ohnehin Wasser, das sonst ungenutzt im Fallrohr verschwindet. Kombiniert mit einer Solarpumpe wird daraus eine automatische Bewässerung für die umliegenden Beete – ganz ohne Stromanschluss. Dieser Artikel ist Teil unseres Solar-Bewässerungs-Ratgebers und geht speziell auf die Kombination mit der Regentonne ein.
Warum die Regentonne ein guter Startpunkt ist
Anders als bei einem separaten Wasserbehälter, der erst befüllt werden muss, kann sich eine Regentonne bei Niederschlag von selbst wieder füllen. Bei Anschluss an ein Fallrohr oder einen geeigneten Regensammler reduziert das den Aufwand, das Reservoir manuell aufzufüllen, spürbar – vorausgesetzt, es regnet regelmäßig genug für deinen Standort und deine Pflanzenanzahl.
Aufbau: So wird die Pumpe angeschlossen
Je nach System befindet sich die Pumpe im Reservoir oder saugt Wasser daraus an. Wo das Solarpanel am besten platziert wird, richtet sich nach den Herstellerangaben des jeweiligen Systems, der verfügbaren Kabellänge zwischen Panel und Pumpe sowie danach, wo am Standort die meiste Sonneneinstrahlung ankommt – das muss nicht zwangsläufig direkt an der Tonne sein. Vom Pumpenausgang führt ein Schlauch zu den Tropfern an den Beeten. Bei längeren Schlauchwegen solltest du zusätzlich Förderhöhe, Durchfluss und die vom Hersteller angegebenen Grenzen der Pumpe berücksichtigen, da ein längerer Weg die Förderleistung spürbar beeinflussen kann.
Worauf du bei der Platzierung achten solltest
- Sonnenausrichtung des Panels: Auch wenn die Tonne selbst im Schatten steht, sollte das Solarpanel einen möglichst sonnigen Platz bekommen – notfalls über ein längeres Kabel getrennt von der Tonne montiert.
- Höhenunterschied zu den Beeten: Kleine Solarpumpen haben eine begrenzte Förderhöhe. Liegen die Beete deutlich höher als die Tonne, sinkt die Förderleistung entsprechend.
- Abstand zu den am weitesten entfernten Pflanzen: Je länger der Schlauchweg, desto wichtiger ist eine ausreichend dimensionierte Pumpe.
Wasserqualität aus der Regentonne
Regenwasser aus der Tonne enthält häufig Blätter, Pollen oder andere Schwebstoffe – das kann feine Tropferöffnungen verstopfen. Ein einfacher Vorfilter am Pumpeneingang oder ein Sieb am Tonnendeckel reduziert dieses Risiko deutlich und ist bei der Ersteinrichtung eine sinnvolle Investition an Zeit.
Typische Stolperfallen bei dieser Kombination
- Panel zu nah an schattenspendenden Bäumen oder der Hauswand montiert.
- Kein Filter, wodurch die Tropfer nach kurzer Zeit verstopfen.
- Tonne trocknet in längeren Trockenperioden aus, ohne dass das bemerkt wird – ein gelegentlicher Blick auf den Wasserstand bleibt auch bei automatischer Bewässerung sinnvoll.
Für wen eignet sich diese Kombination?
Für alle, die ohnehin eine Regentonne im Garten haben oder eine anschaffen wollen, ist die Kombination mit einer Solarpumpe ein naheliegender nächster Schritt. Voraussetzung ist, dass die Beete nicht zu weit von der Tonne entfernt oder deutlich höher gelegen sind. Allgemeine Auswahlkriterien für Solarpumpe, Panel und Tropfer findest du im Solar-Bewässerungs-Ratgeber.