Eine feste Dusche gibt es beim Camping, im Van oder auf dem Festival meist nicht – eine Akku-Campingdusche schafft hier eine einfache, mobile Alternative auf Basis eines Kanisters, Eimers oder anderen Wasserbehälters.

Funktionsprinzip

Eine Akku-Campingdusche besteht aus wenigen Komponenten: einem Wasserbehälter (Kanister, Eimer oder ähnliches), einer kleinen Tauchpumpe, die in diesen Behälter gehängt wird, einem Akku, der die Pumpe antreibt, sowie einem Schlauch mit Duschkopf oder Handbrause am Ende. Die Pumpe fördert Wasser aus dem Behälter durch den Schlauch zum Duschkopf – mehr passiert technisch nicht. Insbesondere erwärmen die allermeisten dieser Geräte das Wasser nicht von selbst; ohne eigene Heizfunktion bleibt die Wassertemperatur die des Ausgangswassers im Behälter.

Anwendungsbereiche

Eine solche Akku-Dusche eignet sich grundsätzlich überall dort, wo ein Wasserbehälter und eine Steckdose oder ein geladener Akku zum Nachladen vorhanden sind: Camping, Van, Wohnmobil, Festival oder allgemein im Outdoor-Einsatz zum Abspülen von Sand, Schlamm oder Schweiß. Ob sich ein Modell auch als Hundedusche oder für die Autowäsche eignet, hängt vom jeweiligen Produkt ab – ein Blick in die Herstellerangaben lohnt sich.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Akkulaufzeit: Bestimmt, wie lange am Stück geduscht werden kann, bevor der Akku wieder geladen werden muss.
  • Ladeanschluss: Ein USB-Anschluss erlaubt das Nachladen unterwegs, etwa über eine Powerbank oder den Auto-USB-Port.
  • Wasserdurchfluss: Bestimmt, wie kräftig der Wasserstrahl am Duschkopf tatsächlich ist.
  • Schlauchlänge: Ein längerer Schlauch erlaubt mehr Bewegungsfreiheit zwischen Wasserbehälter und Duschplatz.
  • Befestigung des Duschkopfs: Ein Haken oder Saugnapf zum Aufhängen der Handbrause ermöglicht freihändiges Duschen.
  • Gewicht: Relevant vor allem, wenn die Dusche im Rucksack mitgeführt werden soll.
  • Transport: Kompakte Maße erleichtern die Unterbringung im Gepäck.
  • Wasserdichtigkeit/Schutzart: Nur eine konkrete IP-Schutzklasse vom Hersteller sagt hier wirklich etwas aus – ohne sie lässt sich zur Wasserdichtigkeit nichts Verlässliches sagen.

Ein Beispiel: YRHome Campingdusche

Als Beispiel zeigen wir die YRHome Campingdusche mit Akku, Tauchpumpe, Handbrause und einem 2 Meter langen Duschschlauch, die sich laut Produktbezeichnung über ein USB-Kabel nachladen lässt. Wir haben das Modell nicht selbst getestet. Zu Akkukapazität, tatsächlicher Laufzeit, Wasserdurchfluss und Gewicht kursieren im Handel unterschiedliche Angaben – teils von Vergleichsportalen, teils von anderen YRHome-Varianten wie der 12-V-KFZ-Version. Diese Werte übernehmen wir deshalb nicht. Da die Dusche laut Produktbezeichnung über USB geladen wird, lässt sie sich unterwegs grundsätzlich auch mit einer ohnehin vorhandenen Powerbank nachladen – mehr dazu in unserer Einordnung zu Powerbanks fürs Camping.

Ein weiteres Beispiel mit ähnlichem Funktionsprinzip, aber zusätzlicher Temperaturanzeige, zeigt die Spopal Campingdusche mit 6.000-mAh-Akku.