Manche Campinglampen werben zusätzlich mit einer Powerbank-Funktion: Neben der Beleuchtung lässt sich damit auch das Smartphone laden. Klingt nach einem klaren Vorteil – ist aber technisch ein Kompromiss, den es sich lohnt zu verstehen, bevor du dich dafür entscheidest.

Wie funktioniert die Powerbank-Funktion?

Technisch besitzt die Lampe zusätzlich zum Beleuchtungsteil einen USB-Ausgang, über den sich der interne Akku zum Laden externer Geräte anzapfen lässt. Es handelt sich also nicht um zwei getrennte Energiequellen, sondern um dieselbe Batterie, die beide Funktionen versorgt.

Der gemeinsame Akku ist der entscheidende Punkt

Die Energie für Licht und für das Laden externer Geräte stammt aus demselben Akku. Wer sein Smartphone über die Lampe lädt, reduziert damit die Energiemenge, die anschließend noch für die Beleuchtung zur Verfügung steht – und umgekehrt. Wie viele Ladungen konkret möglich sind, hängt von der Akkukapazität des jeweiligen Modells sowie vom Energiebedarf des zu ladenden Geräts ab; das lässt sich nicht pauschal berechnen und sollte anhand der Herstellerangaben zum jeweiligen Modell eingeschätzt werden.

Wann die Kombination praktisch ist

Sinnvoll ist die Doppelfunktion vor allem dann, wenn du ohnehin Gepäck sparen willst und nur einen gelegentlichen, kleinen Ladebedarf hast – etwa ein kurzes Nachladen des Smartphones am Abend. Ein Gerät statt zwei bedeutet weniger Gewicht und weniger Dinge, die im Rucksack verloren gehen können.

Wann eine separate Powerbank sinnvoller ist

Wer regelmäßig größere Ladungen braucht – etwa für ein Smartphone über mehrere Tage ohne Steckdose – sollte Beleuchtung und Powerbank besser getrennt betrachten. Eine dedizierte Powerbank mit entsprechend großer Kapazität lädt zuverlässiger nach, ohne dass dabei die Leuchtdauer der Lampe leidet. Die Kombination beider Funktionen in einem Gerät lohnt sich also vor allem bei begrenztem Ladebedarf, nicht als Ersatz für eine leistungsfähige Powerbank.

Wechselakku als interessante Lösung

Ein Modell mit wechselbarem Akku – etwa auf Basis einer 21700-Zelle – entschärft das Problem zumindest teilweise: Ein leerer Akku lässt sich gegen einen vollen austauschen, ohne dass die Lampe komplett ausfällt. Das macht die Doppelfunktion insgesamt praktikabler als bei einem fest verbauten Akku.

Worauf du beim USB-Ausgang achten solltest

Nicht jeder USB-Ausgang liefert dieselbe Ladeleistung. Für ein zügiges Laden eines Smartphones lohnt sich ein Blick auf die vom Hersteller angegebene Ausgangsleistung des jeweiligen Modells, statt sich allein auf das Vorhandensein einer Powerbank-Funktion zu verlassen.

Zwei reale Beispiele

Sowohl das Wurkkos CL01 als auch die Sofirn LT1S besitzen laut Hersteller eine Powerbank-Funktion in Kombination mit einem wechselbaren 21700-Akku. Beide zeigen beispielhaft, wie Hersteller die oben beschriebene Kombination technisch umsetzen – ohne dass daraus eine Kaufempfehlung oder ein Testsieger-Urteil abzuleiten wäre, solange kein eigener Test vorliegt.