Die Anker Nano 5K MagGo Slim (Modell A1665) ist eine sehr flache, magnetische Powerbank mit Qi2-Laden. Dieser Artikel ordnet die Herstellerangaben anhand eines unabhängigen Tests sowie wiederkehrender Beobachtungen aus Nutzerbewertungen ein.
Recherche-Hinweis: EinfachGadgets hat dieses Produkt nicht selbst getestet. Die Einordnung basiert auf den offiziellen Anker-Produktseiten, dem unabhängigen Test von TuttoTech sowie wiederkehrenden Beobachtungen aus Nutzerbewertungen bei Kakaku, alle in den Quellen dieses Artikels verlinkt.
Was bietet die Anker Nano 5K MagGo Slim?
Die A1665 verbindet eine sehr flache, kartenähnliche Bauform mit magnetischem Qi2-Laden. Statt maximaler Kapazität steht hier die Kombination aus geringer Dicke, geringem Gewicht und kabelloser Zusatzladung im Vordergrund.
Wie dünn und leicht ist sie tatsächlich?
Anker gibt Maße von rund 102 × 70,6 × 8,6 mm sowie ein Gewicht von rund 122 Gramm an. Diese Werte stammen sowohl von der internationalen Anker-Hauptseite als auch von der Support-Dokumentation. Die deutsche Anker-Produktseite nennt für die Dicke davon abweichend 0,76 cm statt 0,86 cm, was nach einem Zahlendreher aussieht. Eine eigene unabhängige Nachwägung oder Nachmessung war bei der Recherche nicht auffindbar, TuttoTech übernimmt in der eigenen Testbeschreibung dieselben Herstellerangaben zu Maßen und Gewicht.
Was bedeutet Qi2?
Qi2 ist ein kabelloser Ladestandard mit magnetischer Ausrichtung, kompatibel zu Apples MagSafe-System. Die A1665 nutzt laut Hersteller einen magnetischen Ring, der sich beim Auflegen auf ein kompatibles Smartphone selbst ausrichtet.
15 W kabellos oder 20 W über USB-C?
Laut Hersteller lädt die A1665 kabellos über Qi2 mit bis zu 15 Watt, wobei die tatsächliche Leistung laut Spezifikationstabelle je nach angeschlossenem Gerät gestuft ist (5, 7,5 oder 15 Watt). Über das USB-C-Kabel sind laut Hersteller bis zu 20 Watt möglich, und derselbe Anschluss funktioniert laut Hersteller bidirektional: Er lädt sowohl die Powerbank selbst als auch externe Geräte. TuttoTech bestätigt, dass bei gleichzeitiger Nutzung von kabellosem und kabelgebundenem Laden die Leistung auf 12 Watt über USB-C und 5 Watt kabellos begrenzt wird.
Was bringen 5.000 mAh praktisch?
Von der nominellen Kapazität einer Powerbank steht am Ausgang wegen Zell- und Wandlungsverlusten nie die volle Menge zur Verfügung, bei kabellosem Laden kommen zusätzliche Verluste durch die induktive Übertragung hinzu. Anker selbst nennt für die A1665 in den eigenen technischen Angaben eine geschätzte nutzbare Abgabe von 2.750 bis 3.500 mAh und bezeichnet diesen Wert ausdrücklich als Ergebnis interner Labortests. Mehr zu mAh, Wh und Wandlungsverlusten allgemein erklärt Powerbank erklärt: Kapazität, mAh, Schnellladen und Flugzeugregeln.
Wie viel Energie kommt tatsächlich beim Smartphone an?
TuttoTech hat die A1665 mit einem iPhone 14 Pro und einem Google Pixel 10 Pro XL getestet. Bei beiden Smartphones reichte eine volle Ladung der Powerbank laut TuttoTech nicht für eine vollständige Ladung des Smartphones. Von welchem Ladestand die beiden Smartphones dabei jeweils gestartet sind, nennt TuttoTech nicht, weshalb sich daraus keine belastbare Prozentzahl für eine bestimmte Ladesituation ableiten lässt. TuttoTech ordnet die A1665 deshalb eher als Reichweitenverlängerung für unterwegs ein als als vollständigen Ersatz für eine Steckdose. Für eine Einschätzung mit den eigenen Geräten hilft der Powerbank-Rechner, da sich unterschiedliche mAh-Angaben wegen abweichender Spannungen nicht einfach gegeneinander teilen lassen.
Wärme beim kabellosen Laden
Wärmeentwicklung ist laut mehreren unabhängigen Quellen der auffälligste Schwachpunkt der A1665. TuttoTech begann den Test im Sommer bei hohen Temperaturen und beschreibt das Gerät dabei als zeitweise kaum nutzbar; bei einem späteren Test in kühlerem Wetter war die Wärmeentwicklung geringer, aber weiterhin spürbar, auch am angeschlossenen Smartphone selbst. TuttoTech bevorzugte deshalb im eigenen Test das kabelgebundene Laden über USB-C, das spürbar kühler blieb, auch wenn es etwas langsamer ist. Auch bei Kakaku, einer japanischen Plattform für Nutzerbewertungen, berichten mehrere voneinander unabhängige Rezensent:innen von spürbarer Wärme beim kabellosen Laden, wenn auch mit unterschiedlicher Einschätzung, wie störend das im Alltag ist. Mindestens zwei dieser Nutzerbewertungen geben an, wegen der Wärme inzwischen bevorzugt kabelgebunden statt kabellos zu laden. Die geringe Bauhöhe wird in praktisch allen eingesehenen Nutzerbewertungen bei Kakaku positiv hervorgehoben. Das sind Erfahrungswerte einzelner Nutzer:innen, keine unabhängige Messung, und werden hier nur aufgeführt, weil sie sich über mehrere voneinander unabhängige Bewertungen wiederholen.
Magnet und Hüllen-Kompatibilität
TuttoTech beschreibt die Magnethaftung sowohl am getesteten iPhone 14 Pro als auch am Google Pixel 10 Pro XL als sehr fest, das Gerät richtet sich demnach beim Auflegen selbstständig aus. Am iPhone 14 Pro saß die A1665 im Test flächenbündig um die Kameraeinheit herum, bei kleineren Smartphone-Modellen könnte sie laut TuttoTech überstehen. Zur Kompatibilität mit Hüllen liegen aus den recherchierten Quellen keine spezifischen Angaben vor.
Für Alltag und Reisen
Die Kombination aus geringer Dicke, geringem Gewicht und magnetischer Befestigung eignet sich für alle, die unterwegs eine kleine Zusatzladung griffbereit haben wollen, ohne spürbar mehr Platz im Gepäck oder in der Tasche zu beanspruchen. Für längere Trips ohne Lademöglichkeit reicht die Kapazität allein meist nicht aus.
Wo liegen die Grenzen?
5.000 mAh nominelle Kapazität bedeuten laut Herstellerangabe nur 2.750 bis 3.500 mAh tatsächlich nutzbare Energie, und laut TuttoTech reichte eine volle Ladung der Powerbank im Test bei keinem der beiden getesteten Smartphones für eine vollständige Ladung. Kabelloses Laden bringt laut TuttoTech und mehreren Nutzerbewertungen spürbare Wärmeentwicklung mit sich, besonders bei warmer Umgebungstemperatur. Und nicht jedes Qi-fähige Gerät lädt automatisch mit den vollen 15 Watt, die tatsächliche Leistung hängt laut Hersteller vom jeweils angeschlossenen Gerät ab.
Einordnung gegenüber 10K und 20K
Gegenüber der Anker Nano Power Bank 10K bietet die A1665 eine deutlich flachere und leichtere Bauform sowie magnetisches Qi2-Laden, dafür aber weniger als die Hälfte der nominellen Kapazität und keine vergleichbare kabelgebundene Ladeleistung. Wer regelmäßig mehr als eine kleine Zusatzladung braucht, ist mit einem größeren Modell besser bedient.
Fazit
Die A1665 ist vor allem für eine kompakte, magnetische Zusatzladung zwischendurch interessant, nicht für vollständige Smartphone-Ladungen. Die geringe nutzbare Kapazität ist dabei kein verstecktes Problem, sondern wird von Anker selbst so beziffert. Wärmeentwicklung beim kabellosen Laden ist laut mehreren unabhängigen Quellen der Punkt, den es vor dem Kauf am ehesten abzuwägen gilt.
Datenstand: 04.09.2026. Preise sind Momentaufnahmen und werden hier bewusst nicht genannt.



