Die Anker Nano Power Bank 10K (Modell A1638) positioniert sich als Mittelweg: 10.000 mAh Kapazität, bis zu 45 Watt über ein einziehbares USB-C-Kabel und ein Display für den Ladestatus. Dieser Artikel ordnet die Herstellerangaben anhand eines unabhängigen Messtests sowie einer redaktionellen Testerfahrung ein.

Recherche-Hinweis: Dieser Artikel selbst basiert auf den offiziellen Anker-Produktseiten sowie dem unabhängigen Test von Techtest und der Testerfahrung von Macwelt, die beide in den Quellen dieses Artikels verlinkt sind. Einen eigenen Praxistest nach mehreren Monaten Nutzung inklusive eigener Ladezeit-Messungen findest du separat unter Anker Nano Powerbank 10.000 mAh 45 W im Test: Meine Erfahrungen.

Was ist das Besondere an der Nano 10K?

Die A1638 kombiniert eine für ihre Größe hohe Ladeleistung von bis zu 45 W mit einem fest integrierten, einziehbaren USB-C-Kabel und einem kleinen Display, das laut Techtest unter anderem Ladestand, Leistung je Anschluss, Akkugesundheit, Zyklenzahl und Temperatur anzeigt. Ein separates Ladekabel wird dadurch für viele Anwendungsfälle überflüssig.

Das einziehbare USB-C-Kabel

Laut Anker-Support-Dokumentation ist das integrierte Kabel bis zu 70 cm lang und für über 20.000 Ein- und Ausziehvorgänge ausgelegt. Techtest bestätigte, dass das Kabel bis zu 5 Ampere und damit die volle Leistung von 45 W übertragen kann. Neben dem Kabel besitzt die A1638 laut Hersteller zusätzlich einen fest verbauten USB-C-Port. Macwelt beschreibt in der eigenen Testerfahrung zusätzlich einen USB-A-Anschluss. Das lässt sich anhand der Anker-Support-Dokumentation und des Techtest-Messberichts, die beide nur von USB-C-Anschlüssen sprechen, nicht bestätigen. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die tatsächlich benötigten Anschlusstypen im aktuellen Angebot.

Wie schnell sind 45 W?

Anker gibt für die A1638 eine Ladeleistung von bis zu 45 W über USB-C an. Techtest konnte diese Leistung im Test auch tatsächlich messen, allerdings nicht dauerhaft: Nach rund 13 bis 16 Minuten sinkt die Ausgangsleistung auf etwa 27 Watt, im letzten Fünftel der verbleibenden Kapazität noch einmal auf rund 20 Watt. Für einen kurzen Zwischenstopp-Ladevorgang reicht damit die volle Leistung, für ein durchgehend schnelles Laden über einen längeren Zeitraum nicht.

PPS und kompatible Geräte

Techtest bestätigte für die A1638 PPS-Unterstützung in mehreren Spannungsstufen: 3,3 bis 11 Volt bei bis zu 5 Ampere, 3,3 bis 16 Volt bei bis zu 3 Ampere sowie 3,3 bis 21 Volt bei bis zu 2,2 Ampere. Damit lässt sich die Powerbank an eine vergleichsweise breite Palette PPS-fähiger Smartphones anpassen.

Was bedeuten 10.000 mAh praktisch?

Wie bei jeder Powerbank steht von der nominellen mAh-Zahl am Ausgang nicht die volle Menge zur Verfügung. Anker selbst nennt dafür wegen Zell- und Wandlungsverlusten eine vorsichtige Schätzung von rund 5.500 bis 6.500 mAh nutzbarer Abgabe. Mehr zu mAh, Wh und Wandlungsverlusten allgemein erklärt Powerbank erklärt: Kapazität, mAh, Schnellladen und Flugzeugregeln.

Wie viel Kapazität ist laut Techtest tatsächlich nutzbar?

Techtest hat die A1638 an mehreren Lastpunkten gemessen und kam dabei auf 7.413 bis 8.505 mAh am Ausgang, je nach gewählter Last (5 V/1 A bis 5 V/3 A). Das liegt über Ankers eigener Schätzung von 5.500 bis 6.500 mAh. Für eine Einschätzung, wie oft sich damit ein konkretes eigenes Gerät laden lässt, hilft der Powerbank-Rechner, da eine einfache Division der mAh-Werte wegen unterschiedlicher Spannungen und Wandlungsverluste keine realistische Zahl liefert.

Display und Anschlüsse

Das Display der A1638 zeigt laut Techtest neben dem reinen Ladestand in Prozent auch die aktuell anliegende Leistung je Anschluss, die Akkugesundheit, die bisherige Zyklenzahl sowie die Temperatur an. Für die Anschlüsse gilt: fest verbauter USB-C-Port sowie das integrierte, einziehbare USB-C-Kabel, jeweils mit bis zu 45 W belastbar laut Hersteller.

Was passiert bei mehreren Geräten?

Werden mehrere Anschlüsse gleichzeitig genutzt, drosselt die A1638 laut Techtest deutlich, und Schnelllade-Protokolle wie PPS werden dabei zusätzlich deaktiviert. Wer regelmäßig zwei Geräte gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit laden will, sollte diese Einschränkung einkalkulieren.

Temperatur und Leistung unter hoher Last

Sowohl beim Entladen mit voller Leistung als auch beim eigenen Wiederaufladen der Powerbank beobachtete Techtest ein Verhalten, das auf Temperaturmanagement hindeutet: Beim Entladen sinkt die Leistung nach rund 13 bis 16 Minuten spürbar, beim Aufladen der Powerbank selbst kommt es laut Techtest wiederholt zu kurzen Einbrüchen der Ladeleistung.

Für Camping und Reisen

Das kompakte Format zusammen mit dem integrierten Kabel macht die A1638 zu einer platzsparenden Lösung für unterwegs, ohne dass ein zusätzliches Ladekabel eingepackt werden muss. Für kurze Ladestopps zwischendurch reicht die hohe Anfangsleistung von 45 W gut aus.

Wo liegen die Grenzen?

Die vollen 45 W hält das Gerät laut Techtest nur für kurze Zeit, danach sinkt die Leistung spürbar. Werden mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen, drosselt die Powerbank zusätzlich. Und auch wenn die real nutzbare Kapazität laut Techtest über Ankers eigener Schätzung liegt, bleiben von den nominellen 10.000 mAh nicht alle am Ausgang verfügbar.

Einordnung zwischen 5K und 20K

Gegenüber der Anker Nano 5K MagGo Slim bietet die A1638 spürbar mehr Kapazität und eine deutlich höhere USB-C-Leistung, ist dafür aber größer und schwerer. Gegenüber der Anker Power Bank 20K bleibt die A1638 kompakter und leichter, bietet aber weniger Energiereserve für längere Trips mit mehreren Geräten.

Fazit

Die A1638 verbindet ein praktisches, integriertes Ladekabel mit einer für ihre Größe hohen Ladeleistung. Die volle Leistung von 45 W steht laut Techtest aber nur kurzzeitig zur Verfügung, und bei mehreren gleichzeitig angeschlossenen Geräten drosselt das Gerät spürbar. Als Kompromiss zwischen der kleinen 5K und der großen 20K ist sie vor allem für alle interessant, die kompakte Maße und ein integriertes Kabel wichtiger finden als maximale Dauerleistung.

Datenstand: 04.09.2026. Preise sind Momentaufnahmen und werden hier bewusst nicht genannt.