Better Thermostat übernimmt bei mir die Heizungsregelung im Schlafzimmer, indem es ein physisches Heizkörperthermostat mit einem separaten Raumsensor und einem Fensterkontakt kombiniert – ohne dass ich dafür eigene Automationen bauen musste.
Transparenzhinweis: Better Thermostat ist bei mir tatsächlich im Einsatz, in der hier beschriebenen Konfiguration mit externem Sensor und Fensterkontakt. Funktionsbeschreibungen, die über mein eigenes Setup hinausgehen (z. B. weitere Regelalgorithmen oder Multi-Radiator-Support), stammen aus der Projektdokumentation und sind als solche gekennzeichnet – ich nutze sie nicht zwangsläufig selbst.
Was Better Thermostat ist
Better Thermostat ist eine Community-Integration für Home Assistant, die ein bestehendes Zigbee-Heizkörperthermostat (als Climate Entity) um zusätzliche Logik ergänzt, statt es zu ersetzen. Laut Projektdokumentation auf GitHub kombiniert sie dafür einen externen Raumtemperatursensor mit optionaler Fenstererkennung, damit die Regelung nicht mehr allein auf dem oft ungünstig platzierten, eingebauten Sensor des Thermostats basiert.
Installation
Laut Projektdokumentation lässt sich Better Thermostat über HACS installieren – das ist der empfohlene Weg – oder manuell, indem die aktuellen Release-Dateien in die Home-Assistant-Konfiguration kopiert werden. Bei mir lief die Einrichtung über HACS.
Physisches Heizkörperthermostat als Climate Entity
Voraussetzung ist ein Heizkörperthermostat, das bereits als Climate Entity in Home Assistant eingebunden ist – Better Thermostat baut darauf auf, ersetzt diese Einbindung aber nicht. Bei mir ist das ein Zigbee-Heizkörperthermostat im Schlafzimmer; das konkrete Fabrikat ist für diesen Ratgeber nicht relevant, weil sich das hier gezeigte Zusammenspiel aus externem Sensor und Fensterkontakt auf jedes über Home Assistant als Climate Entity eingebundene Heizkörperthermostat übertragen lässt. Die Climate Entity muss dafür nicht zwingend über Zigbee kommen: Auch ein FRITZ!Smart Thermo 302, das über die FRITZ!Box statt über einen Zigbee-Koordinator eingebunden wird, stellt in Home Assistant eine Climate Entity bereit. Ob das in der Praxis genauso gut funktioniert wie mit einem Zigbee-Thermostat, kann dieser Ratgeber nicht aus eigenem Aufbau heraus bestätigen, siehe die Einordnung im FRITZ-Artikel.
Warum ein separater Raumsensor am Heizkörperproblem vorbeimisst
Der Sensor eines Heizkörperthermostats sitzt direkt am Heizkörper. Sobald die Heizung läuft, erwärmt sich der Sensor schneller und stärker als die Luft im übrigen Raum – das Thermostat “glaubt” dann, der Raum sei bereits warm genug, obwohl das an anderer Stelle im Zimmer noch nicht zutrifft. Bei mir kommt zusätzlich ein Vorhang hinzu, der den Thermostat-Sensor zusätzlich vom restlichen Raum abschirmt. Deshalb nutze ich den SONOFF SNZB-02D als externen Sensor: Better Thermostat regelt damit anhand der tatsächlichen Raumtemperatur an einer neutraleren Stelle, statt anhand der Temperatur direkt am Heizkörper.
Fensterkontakt und Verhalten bei geöffnetem Fenster
Als zweite Komponente ist bei mir der Aqara-Fensterkontakt am Schlafzimmerfenster mit Better Thermostat verknüpft. Öffnet sich das Fenster, schaltet Better Thermostat laut Projektdokumentation die Heizung automatisch ab, ohne dass dafür eine eigene Automation nötig ist. Das verhindert, dass beim Lüften unnötig geheizt wird, während gleichzeitig kalte Luft ins Zimmer strömt.
Zusammenspiel mit der Lüftungsautomation
Wichtig zur Einordnung: Better Thermostat und die Lüftungsautomation dieser Seite sind zwei komplett getrennte Logiken, die zufällig denselben Fenstersensor als Eingangswert verwenden. Die Lüftungsautomation entscheidet, ob und wann Lüften anhand der absoluten Luftfeuchtigkeit sinnvoll ist und benachrichtigt darüber per Telegram. Better Thermostat entscheidet unabhängig davon, wie das Heizkörperthermostat auf den aktuellen Fensterzustand reagieren soll. Keine der beiden Automationen greift in die Logik der anderen ein.
Versionen und Funktionsumfang
Better Thermostat wird aktiv weiterentwickelt; die Projektdokumentation nennt neben der hier beschriebenen Grundfunktion (externer Sensor, Fenstererkennung) weitere Regelalgorithmen und Funktionen wie Multi-Radiator-Support für mehrere Heizkörper in einem Raum. Diese über mein eigenes Setup hinausgehenden Funktionen habe ich nicht selbst im Einsatz und kann sie deshalb nicht aus eigener Erfahrung bewerten. Wer eine bestimmte Funktion benötigt, sollte vor der Einrichtung in der aktuellen Projektdokumentation prüfen, ob sie im stabilen Funktionsumfang oder nur in einer Beta-Version verfügbar ist – Funktionsstände in Community-Projekten wie diesem ändern sich schneller als bei kommerzieller Software mit festen Release-Zyklen.




