Transparenzhinweis: Der Aqara-Fenstersensor ist bei mir tatsächlich am Schlafzimmerfenster im Einsatz. Technische Daten wie Batterietyp und Abmessungen stammen von Aqara und sind entsprechend gekennzeichnet. Reichweiten- oder Langzeit-Zuverlässigkeitsmessungen habe ich nicht selbst durchgeführt.

Wofür ich den Sensor einsetze

Bei mir meldet der Aqara-Fenstersensor am Schlafzimmerfenster den Zustand „offen” oder „geschlossen” an Home Assistant. Diesen einfachen Zustand nutzen zwei unabhängige Automationen gleichzeitig: die Lüftungsautomation, die unter anderem prüft, ob das Fenster bereits offen ist, bevor sie eine neue Lüftungsempfehlung ausspricht, und Better Thermostat, das bei geöffnetem Fenster die Heizkörperregelung entsprechend anpasst. Beide Automationen laufen dabei unabhängig nebeneinander – der Sensor liefert nur den Rohwert, die Logik entscheidet jede Automation für sich. Wer statt des Fensterzustands lieber Anwesenheit im Raum auswerten möchte, findet in Aqara FP300 mit Home Assistant eine Einordnung des batteriebetriebenen Präsenzsensors von Aqara.

Bauform und Montage

Der Sensor besteht aus zwei kleinen Teilen: dem eigentlichen Sensorgehäuse und einem Magneten. Laut Hersteller misst das Sensorgehäuse 41 × 22 × 11 mm. Montiert wird meist mit Klebepads am Fensterrahmen beziehungsweise am beweglichen Fensterflügel, sodass Magnet und Sensor bei geschlossenem Fenster nah beieinanderliegen. Die unauffällige Größe war für mich ein Grund, genau dieses Modell zu wählen – am Fensterrahmen fällt es kaum auf.

Zigbee-Einbindung ohne Aqara Hub

Aqara bewirbt diesen Sensor auf Amazon mit dem Hinweis „Erfordert Aqara Hub” – das gilt für das eigene Aqara-Ökosystem (Apple HomeKit, Aqara-App). Bei mir läuft das Gerät aber ohne Aqara Hub: Als Standard-Zigbee-Gerät lässt es sich direkt über einen Home-Assistant-Zigbee-Koordinator einbinden, bei mir über Home Assistant Connect ZBT 1. Die Herstelleranforderung eines Aqara Hub betrifft also ausdrücklich nur das eigene Aqara-Ökosystem, nicht die Drittanbieter-Einbindung über Zigbee, die dieser Artikel beschreibt. Zu beachten ist dabei ein bekanntes Community-Thema: Ältere Xiaomi-/Aqara-Zigbee-Geräte gelten als nicht vollständig Zigbee-Spec-konform und können je nach Netzwerk empfindlicher auf Signalqualität reagieren als andere Hersteller – bei mir traten damit bislang keine Probleme auf, eine Garantie ist das aber nicht.

Batterietyp: CR1632, mit einer Einschränkung

Aqaras dedizierte technische Spezifikationsseite für das Modell MCCGQ11LM nennt CR1632 als Batterietyp. Diese Angabe übernimmt dieser Artikel als maßgeblich, weil sie von der Seite stammt, die ausdrücklich für dieses konkrete Modell gilt. Wichtig zur Einordnung: An anderer Stelle im aktuellen Aqara-Sortiment – etwa beim neueren Door and Window Sensor P2 – nennt der Hersteller CR123A. Das ist allerdings ein anderes, neueres Modell mit größerer Batterie, keine widersprüchliche Angabe zum selben Produkt. Wer den Sensor selbst öffnet, sollte den aufgedruckten Batterietyp im Zweifel trotzdem am Gerät prüfen, statt sich allein auf eine Online-Angabe zu verlassen.

Einzelpack oder 3er-Pack

Technisch ist es exakt dasselbe Produkt (MCCGQ11LM) – der Unterschied ist ausschließlich die Packungsgröße. Ich selbst nutze aktuell einen einzelnen Sensor an einem Fenster; wer direkt mehrere Fenster oder Türen ausstatten möchte, spart mit dem 3er-Pack in der Regel gegenüber drei Einzelkäufen.

Grenzen meiner eigenen Erfahrung

Ich kann bestätigen, dass der Sensor zuverlässig meldet, wenn das Fenster geöffnet oder geschlossen wird, und dass die Einbindung über Zigbee ohne Aqara Hub bei mir funktioniert. Nicht beurteilen kann ich:

  • die tatsächliche Batterielaufzeit über einen vollständigen Zyklus
  • die Zigbee-Reichweite in anderen Wohnungen oder Wandmaterialien
  • das Verhalten bei sehr vielen gleichzeitig verbauten Aqara-/Xiaomi-Geräten im selben Netz