Auf der IFA 2026 hat Belkin mit BoostSolid Cell erstmals Semi-Solid-State-Technik in Consumer-Powerbanks vorgestellt, kurz darauf folgten Zens und Sandberg mit eigenen Modellen. Die Technik ist damit keine Ankündigung mehr, sondern in realen, käuflichen Produkten angekommen. Was dabei technisch tatsächlich anders ist – und ob das für dich einen praktischen Vorteil bedeutet –, ordnen die folgenden Abschnitte ein.
Was bedeutet Semi Solid State überhaupt?
Eine klassische Lithium-Ionen-Zelle nutzt einen vollständig flüssigen Elektrolyten, der die Ionen zwischen den Elektroden transportiert. Dieser flüssige Elektrolyt ist brennbar und einer der Hauptgründe, warum beschädigte oder überlastete Lithium-Ionen-Akkus in einen gefährlichen Zustand geraten können.
Semi Solid State – teilweise auch Quasi Solid State genannt – reduziert diesen flüssigen Anteil, entfernt ihn aber nicht vollständig. Laut der englischsprachigen Wikipedia-Fachseite zu Semi-Solid-State-Batterien handelt es sich um einen hybriden Elektrolyten aus festen und flüssigen bzw. gelartigen Bestandteilen, der zwischen klassischer Lithium-Ionen-Technik und einer vollständigen All-Solid-State-Batterie liegt: Ein fester Anteil – teils als Gel-Polymer-Elektrolyt beschrieben – bindet einen verbleibenden flüssigen Bestandteil ein, wodurch weniger freies, brennbares Material vorhanden ist als bei einer klassischen Zelle, gleichzeitig aber der Kontaktwiderstand zwischen Elektrode und Elektrolyt geringer bleibt als bei einem rein festen Aufbau.
Eine echte All-Solid-State-Batterie verzichtet dagegen vollständig auf flüssigen Elektrolyt. Genau dieser Unterschied ist zentral: Semi Solid State ist nicht dasselbe wie ein echter Feststoffakku. Laut Wikipedia waren selbst als “Solid State” vermarktete, tatsächlich kommerziell erhältliche Batterien Stand 2023 in der Praxis Quasi-Solid-State-Zellen – ein Hinweis darauf, dass die Begrifflichkeit am Markt bislang uneinheitlich verwendet wird.
| Eigenschaft | Klassische Lithium-Ionen-Zelle | Semi Solid State / Quasi Solid State | All-Solid-State (echter Feststoffakku) |
|---|---|---|---|
| Elektrolyt | vollständig flüssig | reduzierter flüssiger/gelartiger Anteil, mit festem Anteil kombiniert | vollständig fest, kein flüssiger Anteil |
| Kommerzielle Verfügbarkeit | etablierter Standard | erste Consumer-Powerbanks seit 2026 verfügbar | laut Wikipedia Stand 2023 noch nicht in echter Form am Markt |
| Typisches Herstellerargument | Referenzwert für Vergleiche | kompaktere Bauform, mehr Sicherheit, längere Lebensdauer (überwiegend Herstellerangaben) | theoretisch höchste Sicherheit und Energiedichte, technisch noch nicht massenmarkttauglich |
Was soll die neue Akkutechnik besser machen?
Hersteller nennen bei Semi Solid State regelmäßig dieselben Vorteile. Wie belastbar jede einzelne Aussage ist, unterscheidet sich aber deutlich:
Baugröße/Dicke – an Produkten belegbar. Die dünnsten aktuell verifizierbaren Beispiele sind die Zens-Powerbank mit 5.000 mAh bei 8 mm und das Belkin UltraCharge Pro Slim mit ebenfalls 5.000 mAh bei 8,8 mm. Das sind reale, nachmessbare Produkteigenschaften – keine allgemeine Zahl, um wie viel dünner Semi Solid State gegenüber klassischen Zellen grundsätzlich baut, lässt sich daraus aber nicht ableiten, weil kein direkt vergleichbares klassisches Referenzgerät mit identischer Kapazität und identischem restlichem Aufbau vorliegt.
Gewicht – kein eigenständiger Beleg gefunden. Weder Belkin noch Zens noch Sandberg nennen in den geprüften Quellen eine belastbare Gewichtsersparnis gegenüber einer vergleichbaren klassischen Powerbank. Eine kompaktere Bauform bedeutet nicht automatisch weniger Gewicht.
Energiedichte – plausibel für die Technologieklasse, nicht produktspezifisch belegt. Eine 2025 in der referierten Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlichte Studie (Han et al.) zu einem Quasi-Solid-Elektrolyt-System erreichte im Labor 403,7 Wh/kg bei einer Pouch-Zelle mit Silizium-Anode – deutlich mehr als bei klassischen Lithium-Ionen-Zellen. Wichtig: Das ist Grundlagenforschung an einem konkreten Laboraufbau, keine Messung an einem der hier genannten Consumer-Produkte. Sie zeigt, dass die Technologieklasse grundsätzlich höhere Energiedichten ermöglichen kann – nicht, welche Energiedichte Belkin, Zens oder Sandberg in ihren aktuellen Powerbanks tatsächlich erreichen.
Sicherheit und thermisches Verhalten – siehe eigener Abschnitt unten.
Lebensdauer und Zyklenfestigkeit – siehe eigener Abschnitt unten.
Sind Semi Solid State Powerbanks wirklich sicherer?
Der technische Grund ist nachvollziehbar: Weniger freier, brennbarer Flüssigelektrolyt bedeutet weniger Brennstoff für eine Kettenreaktion. Belkin selbst formuliert das vorsichtig als Risikoreduktion, nicht als Garantie: Die “advanced battery architecture helps reduce the risk of thermal runaway, fire, and swelling” – wörtlich “hilft, das Risiko zu reduzieren”, nicht “schließt aus”. Ergänzend nennt Belkin zwei analoge und digitale Temperatursensoren, die alle 250 Millisekunden den Zustand überwachen, einen angegebenen Betriebstemperaturbereich von 0 bis 40 °C, sowie eine Auslegung auf die Anforderungen der UL-2056:2025-Norm – dem seit 2024/2025 aktuellen, eigenständigen Sicherheitsstandard speziell für Powerbanks. Alle diese Angaben stammen aus Belkins eigenen Unterlagen (Pressemitteilung und Support-FAQ); eine unabhängige Prüf- oder Zertifizierungsbestätigung dieser konkreten Produkte lag zum Zeitpunkt der Recherche nicht vor.
Eine unabhängige Einordnung über ein einzelnes Herstellerprodukt hinaus liefert eine 2026 in Advanced Energy Materials veröffentlichte Sicherheitsuntersuchung (Yu et al.) an großformatigen Quasi-Solid-State-Zellen mit 32 Ah und 300 Wh/kg Energiedichte. Im Vergleich zu klassischen NMC-Lithium-Ionen-Zellen (LiNi0,8Co0,1Mn0,1O2) zeigten die untersuchten Zellen unter thermischem und elektrischem Missbrauch eine niedrigere maximale Temperaturanstiegsrate, eine längere Selbsterwärmungsdauer sowie geringere Gasproduktion und engere Explosionsgrenzen. Ein Thermal Runaway blieb dabei trotzdem möglich: Unter hoher Ladeleistung und mechanischer Vorbelastung berichten die Autoren selbst von “violent gas release and flame ejection”. Wichtig für die Einordnung: Untersucht wurden großformatige 32-Ah-Zellen unter Laborbedingungen, keine der hier genannten kleinen Consumer-Powerbank-Zellen von Belkin, Zens oder Sandberg – die Ergebnisse zeigen ein günstigeres thermisches Verhalten der Technologieklasse gegenüber der getesteten Vergleichszelle, lassen sich aber nicht direkt auf diese konkreten Produkte übertragen. Ergänzend hält auch der englischsprachige Wikipedia-Fachartikel zu Semi-Solid-State-Batterien als allgemeine Definitionsquelle fest, dass diese Zellklasse potenziell sicherer sein kann als klassische Flüssigelektrolyt-Zellen, weiterhin aber einen brennbaren Bestandteil enthält und ein Thermal Runaway grundsätzlich möglich bleibt.
Deshalb unmissverständlich: Semi Solid State ist nicht grundsätzlich sicherer in jedem Fall, und Semi-Solid-State-Powerbanks können nicht pauschal als brandsicher bezeichnet werden. Unabhängig an der Technologieklasse gezeigt ist ein günstigeres thermisches Verhalten gegenüber einer klassischen Vergleichszelle unter Laborbedingungen – nicht eine garantierte, unabhängig quantifizierte Sicherheitsverbesserung für die hier genannten konkreten Produkte von Belkin, Zens oder Sandberg.
Halten Semi Solid State Akkus länger?
Belkin nennt für die BoostSolid-Zelle konkret: mehr als 80 % Restkapazität nach 1.000 Ladezyklen, sowie “bis zu 3x länger” als andere, nicht näher benannte Powerbanks. Beide Angaben sind wörtlich zitierte Herstellerangaben aus Belkins eigener Pressemitteilung – EinfachGadgets hat diese Zyklenzahl nicht selbst getestet, und zum Zeitpunkt der Recherche ließ sich keine unabhängige Langzeitmessung finden, die diese konkrete Angabe bestätigt oder widerlegt. Auch die selbst von Belkin genannte, grobe Referenzgröße “andere Powerbanks” bleibt unbenannt, wodurch sich der “3x”-Wert nicht nachvollziehen lässt.
Was diese Zahlen technisch bedeuten:
- Ein Ladezyklus entspricht ungefähr einer vollständigen Entladung und Wiederaufladung – in der Praxis meist über mehrere Teilladungen verteilt, die sich zu insgesamt 100 % addieren, nicht zwingend eine einzelne durchgehende Vollladung.
- 80 % Restkapazität bedeutet: Nach den genannten 1.000 Zyklen kann die Zelle laut Herstellerangabe noch mindestens 80 % ihrer ursprünglichen Speicherkapazität aufnehmen. Bei einer ursprünglich mit 10.000 mAh spezifizierten Zelle entspräche das vereinfacht rund 8.000 mAh Zellkapazität. Wie viel davon tatsächlich am USB-Ausgang nutzbar ist, hängt zusätzlich von Spannung und Wandlungsverlusten ab.
- Wie relevant 1.000 Zyklen im Alltag sind: Belkin selbst rechnet das in der Pressemitteilung auf eine geschätzte Lebensdauer von rund 5 Jahren um, unter der Annahme von einem vollen Lade-/Entladezyklus alle zwei Tage. Wer die Powerbank seltener nutzt, würde diese Zyklenzahl entsprechend langsamer erreichen – auch das ist eine aus der Herstellerangabe abgeleitete Rechnung, keine unabhängig gemessene Lebensdauer.
Diese Umrechnung ist eine Berechnung auf Basis der Herstellerangabe, keine Messung.
Warum sind manche Semi Solid State Powerbanks so dünn?
Reale, aktuell verifizierte Beispiele:
- Zens Semi Solid State Powerbank: 5.000 mAh bei 8 mm, 10.000 mAh bei 14 mm, Qi2.2 mit bis zu 25 W (iPhone 16 und neuer), bis 15 W für iPhone 12-15 und kompatible Android-Geräte. Laut Zens eigener Produktankündigung.
- Belkin UltraCharge Pro Slim Magnetic Power Bank (5K): 5.000 mAh bei 8,8 mm, laut Belkin “40 % dünner” als andere 5K-Powerbanks (ohne benannte Vergleichsbasis), Qi2-zertifiziert mit 15 W magnetischem Laden plus 22,5 W USB-C.
- Belkin UltraCharge Pro Power Bank (10K) mit Display: 10.000 mAh, bis zu 60 W USB-C Power Delivery, laut Belkin “27 % kleineres Design” gegenüber einer Standard-45-W-Powerbank (ebenfalls ohne konkret benanntes Vergleichsmodell).
Auffällig: Sowohl Belkin als auch Zens begründen die kompaktere Bauform mit dem veränderten Zellaufbau, nennen dabei aber jeweils keine unabhängig geprüfte, konkret benannte Referenz-Powerbank für ihre Prozentangaben. Diese Werte werden deshalb hier nicht nachgerechnet oder auf andere Produkte übertragen – sie gelten, wenn überhaupt, nur für den jeweiligen Hersteller-internen Vergleich.
Welche Semi Solid State Powerbanks gibt es bereits?
Marktübersicht geprüft am 5. Oktober 2026. Nur Produkte, deren Semi-Solid-State-Technik über die jeweilige Hersteller-Originalquelle verifiziert werden konnte:
| Produkt | Kapazität | Besonderheit laut Hersteller |
|---|---|---|
| Belkin UltraCharge Pro Slim Magnetic (BoostSolid) | 5.000 mAh | 8,8 mm dünn, Qi2 15 W magnetisch + 22,5 W USB-C |
| Belkin UltraCharge Pro mit Display (BoostSolid) | 10.000 mAh | bis 60 W USB-C Power Delivery |
| Zens Semi Solid State Powerbank | 5.000 / 10.000 mAh | 8 mm bzw. 14 mm dünn, Qi2.2 bis 25 W |
| Sandberg SemiSolidState Powerbank 20000 | 20.000 mAh / 74 Wh | 20 W USB-C, 18 W USB-A, 5 Jahre Garantie, laut Sandberg “advanced semi-solid battery cells” ohne weitere technische Offenlegung |
Alle vier Produkte sind laut den jeweiligen Hersteller-Originalseiten aktuell gelistet. Weder Preise noch Verfügbarkeit in Deutschland wurden hier für jedes Produkt einzeln als feste Angabe übernommen, da sich diese kurzfristig ändern können – vor einem Kauf lohnt sich der Blick auf die aktuelle Seite des jeweiligen Händlers.
Lohnt sich eine Semi Solid State Powerbank schon?
Semi Solid State kann heute besonders dann interessant sein, wenn gezielt eine sehr kompakte bzw. dünne Powerbank gesucht wird – das ist an den oben genannten Produkten real nachvollziehbar – und der damit verbundene Aufpreis gegenüber einer vergleichbaren klassischen Powerbank akzeptiert wird. Wer dagegen vor allem möglichst viel Kapazität und Ladeleistung pro Euro benötigt, bekommt das mit etablierten Lithium-Ionen-Powerbanks weiterhin sehr gut abgedeckt – mehr dazu in Powerbank erklärt: Kapazität, mAh, Schnellladen und Flugzeugregeln.
Nicht empfehlenswert ist es, ein Gerät allein deshalb zu kaufen, weil ein Hersteller längere Lebensdauer oder höhere Sicherheit verspricht – diese konkreten Versprechen sind, wie oben gezeigt, bislang überwiegend Herstellerangaben ohne unabhängige Bestätigung.
Evidenzübersicht: Was ist belegt, was ist Herstellerangabe?
| Aussage | Einordnung |
|---|---|
| Semi Solid State ist kein echter Feststoffakku | Belegt (Wikipedia-Fachartikel, Herstellerbeschreibungen übereinstimmend) |
| Erste Semi-Solid-State-Powerbanks sind käuflich erhältlich | Belegt (Hersteller-Originalquellen Belkin, Zens, Sandberg) |
| Bestimmte aktuelle Modelle sind besonders dünn (z. B. 8 mm bei Zens) | An konkreten Produkten belegbar |
| >80 % Restkapazität nach 1.000 Zyklen bei BoostSolid | Herstellerangabe (Belkin), nicht unabhängig bestätigt |
| Semi Solid State hält generell “3x länger” | Nicht als allgemeine Tatsache belegt, Vergleichsbasis von Belkin nicht genannt |
| Semi Solid State senkt das Brand-/Thermal-Runaway-Risiko gegenüber klassischen Zellen | Für die Technologieklasse unabhängig an einer Vergleichszelle im Labor gezeigt (Yu et al. 2026), für die hier genannten Consumer-Produkte nicht direkt bestätigt |
| Semi-Solid-State-Powerbanks können nicht brennen | Nicht belegt und zu absolut formuliert |
| Semi Solid State hat immer höhere Energiedichte als klassische Li-Ion-Zellen | Nicht pauschal belegt – im Labor an einem Einzelsystem gezeigt (Han et al. 2025), nicht produktübergreifend bestätigt |
Fazit
Semi Solid State ist bei Powerbanks 2026 kein reines Marketingversprechen mehr, sondern inzwischen an mehreren konkreten, käuflichen Produkten nachvollziehbar. Der bislang sichtbarste Unterschied liegt bei der Bauform: Aktuelle Semi-Solid-State-Modelle mit 5.000 mAh sind nur 8 bis 8,8 mm dick. Dass allein die neue Zelltechnik diesen Größenunterschied ermöglicht und wie groß ihr Vorteil gegenüber einer technisch vergleichbaren klassischen Zelle tatsächlich ist, lässt sich aus den verfügbaren Produktdaten jedoch noch nicht unabhängig ableiten.
Deutlich wackliger steht es um die beiden am häufigsten beworbenen Vorteile Sicherheit und Lebensdauer. Die technische Logik dahinter ist nachvollziehbar – weniger flüssiger Elektrolyt kann plausibel sowohl das Brandrisiko senken als auch die Zelle stabiler altern lassen. Konkrete Zahlen wie Belkins “>80 % nach 1.000 Zyklen” oder “3x länger” stammen aber ausschließlich vom Hersteller selbst, ohne bekannte unabhängige Bestätigung. Was dafür noch fehlt, sind unabhängige Langzeittests mit nachvollziehbarer Methodik über mehrere hundert bis tausend reale Ladezyklen, sowie unabhängige Sicherheitstests der konkreten Consumer-Produkte selbst – nicht nur der zugrunde liegenden Technologieklasse im Labor.
Häufige Fragen zu Semi Solid State Powerbanks
Was ist eine Semi Solid State Powerbank?
Eine Powerbank, deren Akkuzelle einen reduzierten, aber nicht vollständig entfernten flüssigen Elektrolytanteil besitzt, kombiniert mit einer gelartigen bzw. stärker gebundenen Komponente. Das unterscheidet sie von einer klassischen Lithium-Ionen-Zelle mit vollständig flüssigem Elektrolyt, aber auch von einem echten Feststoffakku ohne jeden flüssigen Anteil.
Ist Semi Solid State ein echter Feststoffakku?
Nein. Semi Solid State bzw. Quasi Solid State ist eine Zwischenstufe. Ein echter Feststoffakku (All-Solid-State) verzichtet vollständig auf flüssigen Elektrolyt, Semi Solid State reduziert ihn nur.
Was ist der Unterschied zwischen Semi Solid State und Solid State?
Solid State bedeutet ein vollständig fester Elektrolyt ohne flüssigen Anteil. Semi Solid State behält einen reduzierten flüssigen bzw. gelartigen Anteil, meist um die technisch schwierige Kontaktfläche zwischen Elektrode und Elektrolyt stabiler zu machen.
Sind Semi Solid State Powerbanks sicherer?
Ein geringerer Flüssigelektrolyt-Anteil kann das Sicherheitsrisiko plausibel reduzieren, weil weniger brennbares Material vorhanden ist. Eine pauschale “sicherer”-Aussage ist aber nicht grundsätzlich belegt: Auch Semi-Solid-State-Zellen enthalten laut unabhängiger Fachliteratur weiterhin einen brennbaren Anteil.
Können Semi Solid State Akkus brennen?
Ja, das ist nicht ausgeschlossen. Semi Solid State senkt plausibel das Risiko, macht einen Thermal Runaway aber nicht unmöglich. “Brandsicher” ist keine zutreffende Beschreibung.
Wie lange hält ein Semi Solid State Akku?
Belkin nennt für die eigene BoostSolid-Zelle mehr als 80 % Restkapazität nach 1.000 Ladezyklen. Das ist eine Herstellerangabe ohne bekannte unabhängige Bestätigung durch Dritte, keine von EinfachGadgets selbst gemessene oder unabhängig verifizierte Zahl.
Warum sind Semi Solid State Powerbanks dünner?
Der veränderte Zellaufbau erlaubt bei manchen Herstellern eine kompaktere Bauweise. Belegt ist das an konkreten Produkten wie der 8 mm dünnen Zens-Powerbank oder dem 8,8 mm dünnen Belkin UltraCharge Pro Slim – eine allgemeingültige Zahl, wie viel dünner Semi Solid State gegenüber klassischen Zellen grundsätzlich macht, existiert nicht.
Welche Semi Solid State Powerbanks gibt es 2026?
Verifiziert erhältlich sind unter anderem Belkin UltraCharge Pro mit BoostSolid Cell (5.000 und 10.000 mAh), Zens Semi Solid State Powerbank (5.000 und 10.000 mAh) und Sandberg SemiSolidState Powerbank 20000 (20.000 mAh). Stand dieser Marktübersicht: 5. Oktober 2026.
Lohnt sich eine Semi Solid State Powerbank?
Besonders dann, wenn eine sehr kompakte bzw. dünne Powerbank gesucht wird und der Aufpreis vertretbar ist. Wer vor allem viel Kapazität und Ladeleistung pro Euro möchte, bekommt das mit etablierten Lithium-Ionen-Powerbanks weiterhin sehr gut.
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