Was die Werte aussagen

Absolute Feuchtigkeit beschreibt den Wasserdampfgehalt in Gramm pro Kubikmeter. Der Vergleich folgt der Verbraucherzentrale: Außenluft mit weniger Wasserdampf pro Kubikmeter bietet grundsätzlich die Möglichkeit, Feuchtigkeit aus der Raumluft abzuführen. Die relative Feuchtigkeit in Prozent hängt dagegen auch von der Temperatur ab.

Die Differenz ist keine Vorgabe für eine Lüftungsdauer. Luftwechsel, laufende Feuchtequellen und die Speicherung in Materialien werden nicht berechnet. Auch Luftqualität kann ein Grund zum Lüften sein, wenn die Außenluft für den Feuchteabtransport keinen Vorteil bietet.

Wenn du Innen- und Außenwerte laufend erfasst, zeigt derHome-Assistant-Ratgeber, wie daraus automatische Lüftungshinweise werden.

Keller und kalte Oberflächen

Warme Außenluft kann in kühlen Räumen an kalten Oberflächen abkühlen. Ob dabei eine bestimmte Oberfläche Kondensationsbedingungen erreicht, bestimmen die vier Luftwerte allein nicht. Auch ein günstiger Feuchtevergleich ist deshalb keine Entwarnung für eine Wand. Für eine konkrete Wand mit gemessener Oberflächentemperatur hilft stattdessen derTaupunkt-Rechner.

Du hast Kondenswasser, eine feuchte Stelle oder Schimmel bemerkt? DieProblemhilfe „Luftfeuchtigkeit zu hoch“führt dich zum passenden nächsten Prüfschritt.

Berechnung, Taupunkt und Messgrenzen

Die Berechnung verwendet die in ASHRAE Fundamentals 2025, Kapitel 1, beschriebenen IAPWS-Sättigungsgleichungen: ab 0 °C über Wasser, darunter über Eis. Aus relativem Feuchteanteil × Sättigungsdruck wird der Wasserdampfpartialdruck bestimmt; die ideale Gasgleichung liefert daraus die Wasserdampfdichte. Der Enhancement-Faktor wird mit 1 angenähert. Die Näherung gilt für übliche atmosphärische Bedingungen.

Eingaben sind von −60 bis 60 °C und 0 bis 100 % möglich. Das ist der unterstützte Bereich dieses Rechners, keine Komfort- oder Sicherheitsempfehlung. Unter 0 °C bezieht sich die relative Feuchte hier auf Eis. Prüfe bei Sensorwerten, welche Bezugsgröße dein Gerät verwendet.

Der Sättigungspunkt wird aus dem Partialdruck zurückgerechnet: ab 0 °C heißt er hier Taupunkt, darunter Frostpunkt. ASHRAE verwendet dafür auch die Bezeichnung „dew-point temperature“. Ein zusätzlicher Taupunkt über unterkühltem Wasser wird nicht berechnet. Bei 0 % oder einem Punkt außerhalb des unterstützten Bereichs ist er nicht bestimmbar.

Die Anzeige rundet auf eine Nachkommastelle; die Richtung wird aus ungerundeten Werten bestimmt. Messabweichungen bleiben möglich. Kleine Unterschiede sind kein sicherer Nachweis einer Wirkung; eine allgemeingültige Neutralzone wird nicht angenommen.